«Viele Berufe werden verschwinden» so der Titel des TA-Artikels vom 25.10.18. Die nächste Phase der Automatisierung und Digitalisierung komme schneller auf uns zu, als wir es uns vorstellen. So der Tagi. Das ist eine enorme Herausforderung, aber auch eine grosse Chance.

Selbstfahrende Züge, Lastwagen, Busse und Taxis werden laut Tagi-Artikel auf jeden Fall kommen. Man rechnet, dass in 10 oder 20 Jahren die Jobs von unzähligen Lokführern, Lastwagen-, Bus- und Taxifahrern überflüssig sein werden. Es trifft viele Branchen. In Hotels, Spitälern und anderen Einrichtungen mit grossem Kundenverkehr werden sprachgewandte Roboter die Besucher empfangen und mit allen gewünschten Informationen versorgen. Dieses Szenario könnte uns alle treffen. Ob dies gut ist, sei hier bewusst infrage gestellt.

Wegsehen und verdrängen geht nicht mehr.

Betriebliche Mentor stellen brillante Fragen

Zeit zu handeln und sich beruflich neu zu orientieren

Zugegeben, Horror-Szenarien lösen Ängste aus, was die Tatsachen verdreht und verschlimmert. Letztendlich liegt es auch in unseren Händen, ob wir uns zum Beispiel auf Robotorberatung einlassen wollen oder nicht. Oder ob wir in unseren Ferien digitalisiert begrüsst werden wollen. Der Fokus bei der Digitalisierung liegt meistens auf Kostensenkung.

Zu denken, dass alles billiger werden muss, geht nicht. Wir bezahlen immer. Wenn nicht für das Produkt, dann für die Arbeitslosen.

Diese drohenden Aussichten sollten Grund genug sein, uns heute schon zu fragen, wie unsere berufliche Zukunft aussieht und welche Berufe es in 10 oder 20 Jahren noch oder neu gibt.

Beratung, Soziales und Kleinstfirmen

Kreativität, soziale Intelligenz – Jobs, in denen man pflegen, überzeugen oder verhandeln muss – sind nicht so einfach zu ersetzen.

Jobs, bei denen es um die Tiefe und Bandbreite der Wahrnehmungen geht. Weitere wichtige Faktoren: Weiterbildung, Wissen, Handeln, Reagieren.

Es geht darum, neue Wege zu entdecken. Wege, an die noch niemand gedacht hat. Nicht alle Menschen werden anstelle eines Malers Maschinen bevorzugen. Das Dorfleben hat eigene Regeln – solange die Arbeiten bezahlbar sind. Hierin liegt die Chance für Kleinstfirmen. Wer die eigenen Kosten tiefhalten kann, schafft sich wichtige Vorteile.

Doch wer hilft all den Betroffenen? Wer hilft, heute bereits die Weichen in die richtige Richtung zu stellen?

Der Eidg. Betriebliche Mentor FA

Fachkenntnis, Sozialkompetenz, Empathie sowie die Fähigkeit, Mitarbeiter und Firmeninhaber zu motivieren und neue Sichtweisen zu erarbeiten sind Kompetenzen, die den eidg. betrieblichen Mentor ausmachen.

Es geht in dessen Tätigkeitsfeld um die Gestaltung der beruflichen Zukunft, um die Begabung, Kompetenzen zu entdecken, Mitarbeiter zu begleiten und sie passend in neue Aufgaben einzugliedern.

Betriebliche Mentoren unterstützen Organisationen wie auch Einzelpersonen bei beruflichen Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen. Ausgehend von Situation und Kundenbedürfnissen erstellen sie Begleitungskonzepte. Sie klären Anliegen, Rahmenbedingungen und Vorgeschichte mit den Kunden ab und besprechen Erwartungen, Ziele und Grenzen einer Begleitung. Auf diesen Angaben basierend erstellen die Mentoren eine schriftliche und rechtlich verbindliche Vereinbarung und unterbreiten den Kunden ein entsprechendes Begleitungsangebot.

Ein betrieblicher Mentor FA setzt sich zum Beispiel mit veränderten Anforderungen auseinander und hilft Kunden und Mitarbeitern, ihre Ressourcen weiterzuentwickeln oder bereiten sie auf die Übernahme neuer Funktionen vor.

Interessiert? Die Ausbildung hier im Überblick