Betrieblicher Mentor FA: Berufsprüfung auf einen Blick

Anforderungen

Zur Berufsprüfung zugelassen werden Personen,

  • die mindestens über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder einen gleichwertigen Ausweis und vier Jahre Berufspraxis verfügen,
  • die eine Bestätigung über die Teilnahme an mindestens 9 professionellen Supervisionssitzungen während mindestens 6 Monaten inkl. Reflexion/Erfahrungsbericht zum persönlichen Entwicklungsprozess vorweisen können
  • sowie einen Nachweis über mindestens 20 Einzelsitzungen (von 60 – 90 Minuten Dauer) mit mindestens drei verschiedenen Personen erbringen.

Die Prüfung umfasst folgende Teile und dauert:

Übersicht Prüfungsteil Art der Prüfung Zeit

  1. Begleitungskonzept schriftlich vorgängig erstellt
  2. Thematische Arbeit schriftlich vorgängig erstellt
  3. Präsentation und Fachgespräch zu den Prüfungsteilen 1 und 2 mündlich 105 Minuten.
  4. Livebegleitung praktisch 105 Minuten
    1. (Vorbereitung 45 Minuten, Begleitung max. 60 Minuten)
  5. Praxisbeispiel mündlich 105 Minuten
    1. (Vorbereitung 45 Minuten, Prüfungsgespräch 60 Minuten)

Prüfungszeit total

315 Minuten respektive 5 Stunden und 15 Minuten.

Detaillierte Übersicht

Prüfungsteil 1: Begleitungskonzept

Das Begleitungskonzept beschreibt Grundlagen sowie das Vorgehen bei der Begleitung von Einzelpersonen in deren Arbeits- und Berufsfeld bei Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen. Die Kandidatinnen und Kandidaten zeigen darin auf, wie sie Begleitungen vorbereiten, durchführen und abschliessen.

Prüfungsteil 2: Thematische Arbeit

Mit der thematischen Arbeit zeigen die Kandidatinnen und Kandidaten, dass sie fähig sind, die verschiedenen Handlungskompetenzen einer betrieblichen Mentorin, eines betrieblichen Mentors zu vernetzen. Das durch die Kandidatin oder den Kandidaten bestimmte Thema soll begleitungsrelevant und praxisorientiert sein.

Prüfungsteil 3: Präsentation und Fachgespräch zu den Prüfungsteilen 1 und 2

Im Prüfungsteil «Präsentation und Fachgespräch» verbinden die Kandidatinnen und Kandidaten die in den schriftlichen Prüfungsteilen dargelegten beruflichen Handlungskompetenzen zu einem Ganzen: Sie reflektieren die einzelnen Prüfungsteile (Begleitungskonzept und thematische Arbeit) sowie den Begleitungsnachweis und stellen übergreifende Zusammenhänge her.

Prüfungsteil 4: Livebegleitung

In der Livebegleitung zeigen die Kandidatinnen und Kandidaten, dass sie fähig sind, eine Begleitung durchzuführen. Dazu erhalten sie die Beschreibung einer Ausgangssituation aus ihrem Arbeits- und Berufsumfeld. Nach einer Vorbereitungszeit findet die eigentliche Begleitungssequenz mit einer rollenspielenden Person als Kundin oder Kunde statt.

Prüfungsteil 5: Praxisbeispiel

Die Kandidatinnen oder Kandidaten erhalten ein Praxisbeispiel, in welchem eine Ausgangssituation zu einem Lern-, Veränderungs- oder Entwicklungsprozess beschrieben ist. Diese Situation beinhaltet eine realistische Fragestellung, welche sich betrieblichen Mentorinnen und Mentoren stellt. Nachdem die Kandidatinnen oder Kandidaten die Situation gelesen haben, führen sie aus, wie sie die Person in dieser Situation ganz konkret begleiten würden.